Unser erstes Kunstwerk

Unser erster Gedanke war, alte Möbel aufzuarbeiten, um Müllberge zu vermeiden. Also haben wir eine Anzeige in ein Kieler Wochenblatt gestellt: „Suchen günstig gebrauchte Stühle“. Die Reaktion war gigantisch. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir über 100 Stühle. Ein Hausmeister einer Schule hatte uns viele gebrauchte Stühle geschenkt. Dadurch standen wir schnell vor unserem ersten Problem: „Was machen wir aus Stühlen, die aus Kunststoff sind.“ Hier unsere Idee:

Wir bauen einen Stuhl „Der Supergau“.

Stuhl mit Plastiksitz und Lehne umwickelt von einer Drahtkonstruktion

 

1986 gab es den Reaktorunfall in Tschernobyl. Die damalige Regierung
der UDSSR sowie alle anderen spielten den Zwischenfall herunter.
Noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen. Die Betonhülle
ist inzwischen porös und rissig.
Durch die Atomkraft sitzen wir auf einer Zeitbombe, die jederzeit
auf der Welt explodieren kann.

Herstellung:

Sogenannter Hühnerdraht wird am Stuhl befestigt

 

Wir haben uns im Baumarkt eine Rolle Kaninchendraht gekauft. Das Drahtgeflecht wurde dann mit Schrauben und Bindedraht am Stuhl befestigt. Mit der Drahtschere konnten wir den Draht einschneiden und in Form bringen.

Der Draht wurde am Stuhl modelliert

 

Hier sieht man die Blechschrauben, die sich leicht mit einem Schraubendreher in den Kunststoff hineindrehen ließen.


Hier ist die Drahtkonstruktion fertig.

Die ersten Streifen Zeitungspapier wurden gekleistert

 

Als nächstes haben wir Tapetenkleister mit Wasser angerührt. Danach wurde Zeitungspapier kleingerissen und mit dem Kleister bestrichen. Diese eingekleisterten Zeitungsstückchen brachten wir auf den Draht auf und ließen alles trocknen.

Insgesamt haben wir bis zu 6 Schichten Papier verklebt und durchtrocknen lassen.

Der trockene Stuhl wurde mit weißer Farbe gestrichen.

 

Das getrocknete Zeitungspapier haben wir nach 4 Tagen mit weißer Dispersionsfarbe angestrichen, trocknen lassen, nochmal angestrichen,wieder trocknen lassen.
Anschließend konnten wir unserer Kreativität nochmal freien Raum geben. Coloriert wurde unser Modell mit Abtönfarben. Kleine Farbnuancen setzten wir mit leuchtenden Acrylfarben. Nun fehlte nur noch der letzte Anstrich: Der Stuhl musste abwaschbar, haltbar und stabil werden. Doch das Problem war schnell gelöst, einer unserer Bekannten, ein Chemiker, hat uns einen Schutzlack auf Ökobasis entwickelt.
Jetzt kann man sich „gefahrlos“ auf unseren Stuhl setzen.

Kunstwerk: Der Stuhl Supergau aus Draht und Papier

 

Doch ein kleines Highlight fehlte noch: Aus Sperrholz sägten wir kleine Blitze (Pfeile), die wir mit Draht zwischen den einzelnen „Flammen“ und unter dem Stuhl „Hölle“ befestigten.

Weitere Pappmasche Kunstwerke in Form von modellierten Stühlen findet Ihr auf unserer Website: http://kunst.restyled-by-ams.de/kunst.html

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